In der Küche gibt es kleine Handgriffe, die wir automatisch wiederholen … und die manchmal größere Fragen aufwerfen. Nehmen wir zum Beispiel den Schwamm: Wir spülen ihn aus, wringen ihn aus und legen ihn zurück ins Spülbecken, in dem Glauben, alles richtig zu machen. Doch hinter seinem harmlosen Äußeren kann er sich zu einem wahren Nährboden für Keime entwickeln. Sollten wir ihn in der Mikrowelle erwärmen? Abkochen? Oder ihn öfter austauschen, als wir denken? Bevor Sie Ihre Gewohnheiten ändern, sollten Sie einige wichtige Punkte beachten.
Warum wird der Schwamm so schnell zu einem Nährboden für Mikroben?

Leider bietet der Küchenschwamm Bakterien ein wahres Paradies. Er bleibt feucht, saugt Essensreste auf und wird mehrmals täglich angefasst. Seine stark poröse Struktur speichert Wasser und Schmutz und schafft so ein ideales Umfeld für deren schnelle und unbemerkte Vermehrung. Laut Francesco Poliandri, Kulinarikberater und Lebensmittelhygieneexperte, siedeln sich Mikroorganismen tief in den Fasern an und bilden eine Art natürlichen Schutzschild. Die Folge: Ein einfaches Abspülen mit klarem Wasser vermittelt zwar den Eindruck von Sauberkeit, ist aber völlig unzureichend.