„Da kommen ein paar Leute!“, verkündete Vadim. „Lasst uns noch ein bisschen hier sitzen und dann getrennte Wege gehen.“
„Willst du dich setzen?“ Ich warf den Schwamm so heftig gegen das Waschbecken, dass er über die Fliesen, die Wand und direkt in mein Gesicht spritzte. „Vadik, mein Lieber, deine Freunde sitzen nicht. Sie liegen. Sie krabbeln in der Wohnung herum wie eine Heuschreckenplage über die Felder!“
„Na toll, da haben wir’s wieder …“, der Ehemann verdrehte die Augen. „Reg dich nicht so auf, okay? Mach dir nicht den Abend kaputt. Wir fahren in vierzig Minuten los!“
Ich konnte nur noch schwer ausatmen. Denn ich wusste genau, dass von vierzig Minuten weit keine Rede sein würde.
Es war ein warmer Samstagabend im Oktober. Ich hatte alle meine Aufgaben erledigt und wartete vertieft in einen Roman auf meinen Mann, der von der Arbeit kommen sollte. Vadim hatte Verspätung, und ich wollte ihn gerade anrufen … Da stürmten – vor zehn Minuten – fünf Personen mit lautem Getöse und Gelächter in den Flur. Und Vadim war einer von ihnen.
Einige von ihnen erkannte ich. Zum Beispiel den riesigen, tiefstimmigen Artem. Die anderen waren mir unbekannt. Aber sie waren alle schon da: laut, zufrieden, mit Taschen, aus denen Flaschenhälse herausragten, und ich konnte nichts dagegen tun.
„Hallo, Herrin!“, bellte Artem aus der Tür. „Habt Ihr etwas zu essen?“
Ich hatte schon den Mund geöffnet, um etwas Höfliches zu antworten... Aber in der Zwischenzeit zerrte Vadim seine Freunde ins Wohnzimmer.
„Wir werden jetzt alles organisieren!“, versprach er gut gelaunt.
„Lerka! Komm schon, hol uns was zu essen, ja?“, sagte er zu mir. „Würstchen, Schmalz … Na ja, das Übliche.“
Ich habe es kleingeschnitten. Aber es reichte nicht. Eine Stunde später kam eine Salatbestellung. Vierzig Minuten später fragte Vadim flehend, ob ich für alle noch Hähnchenflügel frittieren könnte, die ich für unseren Ausflug aufgehoben hatte.
Und ich habe es frittiert.
Wir blieben bis ein Uhr morgens. Dann begann sich die Gruppe auf die Taxis zu verteilen. Vor Erschöpfung kaum noch fähig zu stehen, fragte ich:
- Vad, könntest du vielleicht wenigstens beim Aufräumen der Küche helfen?
„Oh nein …“, gähnte er. „Ich bin total erschöpft.“
Aus Angst, ich würde ihn trotzdem noch zum Abwaschen zwingen, verschwand er schnell im Schlafzimmer.
„Vadim“, sagte ich heute Morgen beim Frühstück, „normalerweise warnen sie dich vorher davor.“
„Worüber?“, fragte er, ohne vom Bildschirm aufzusehen.
„Was die Invasion betrifft“, stellte ich klar.
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