Ein Taxifahrer half bei der Geburt eines auf einem Friedhof ausgesetzten Babys – zehn Jahre später kehrte das Kind zurück.

In jener Nacht versank der Greenwood-Friedhof am Rande von Brooklyn in unerbittlichem Winterregen.

Der Himmel hing schwer und drückte auf die Reihen schiefer Grabsteine. Die wenigen funktionierenden Lampen flackerten schwach und warfen müde Lichtkreise auf die durchnässte Erde. Wasser strömte wie stille Flüsse an den Steinrändern entlang und spülte herabgefallenes Laub in seichte Tümpel.

Kein vernünftiger Mensch würde nach Mitternacht einen Friedhof betreten – schon gar nicht während eines Sturms, der die Finger taub werden ließ und die Kleidung bis auf die Haut durchnässte.

Doch unter dem verrottenden hölzernen Vordach eines alten Hausmeisterschuppens stand ein Mann, der nirgendwo anders hin konnte.

Sein Name war Thomas Calder.

Er war achtundvierzig Jahre alt, Taxifahrer und hatte mehr als die Hälfte seines Lebens damit verbracht, Fremde durch die schlaflosen Straßen New Yorks zu befördern. Sein gelbes Taxi – eine alternde Limousine mit verblasstem Lack und rissigem Armaturenbrett – stand in der Nähe im Leerlauf wie ein treues Tier, das auf Befehle wartete. Thomas kümmerte sich mit derselben stillen Hingabe darum, die er einst seiner Familie entgegengebracht hatte.

Seine Frau war Jahre zuvor an einer Krankheit gestorben.
Ihr junger Sohn war vor seinem zehnten Geburtstag bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen.

Seitdem hatte Thomas gelernt, ohne Freude zu leben. Er arbeitete nachts, schlief tagsüber und lebte allein in einer kleinen Wohnung nahe der Flatbush Avenue. Die Stille war sein engster Begleiter geworden.

Der Regen wurde stärker und trommelte gegen das Metalldach. Thomas griff nach seinen Schlüsseln und beschloss, dass es Zeit war zu gehen.

Dann hörte er es.

Eine Stimme.

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