„Wenn du hierher gekommen bist, um die Sache zu klären, kannst du jetzt sofort umkehren“, unterbrach der Schwiegersohn seine Schwiegermutter abrupt.

Artjom stand am Fenster und ließ langsam einen Becher mit seinem eiskalten Getränk in der Handfläche kreisen. Sein Blick richtete sich nicht auf den grauen Innenhof, sondern auf die verblichene Limousine nahe dem Eingang – vertraut genug, um ihm einen Schauer über den Rücken laufen zu lassen. Er erkannte sie sofort.

„Deine Eltern sind angekommen“, sagte er leise und wandte sich seiner Frau zu.

Marina, die gerade am Herd ihr Können zeigte, erstarrte, die Schöpfkelle halb im Topf. Ihr Rücken spannte sich an und schien dann zusammenzusacken.

„Na gut …“, seufzte sie. „Vielleicht sollte ich dir gleich etwas Stärkeres einschenken? Oder den Erste-Hilfe-Kasten holen.“

Artjom schwieg. Gedämpfte Stimmen drangen aus dem Eingangsbereich herüber, dann klickte das Schloss – auf Anna Pawlownas Drängen hatten sie einen „Ersatzschlüssel“.

Die Tür schwang auf und ließ Kälte und Spannung herein.

Als Erste erschien Anna Pawlowna – eine gepflegte, ältere Dame mit tadelloser Frisur und einem eleganten Mantel. Sie hielt ein imposantes Gefäß in den Händen.

„Marishenka!“, sang sie. „Du bist auch da, Artjom. Wir sind gleich wieder da. Ich habe dir Teigtaschen gemacht, eine ganze Schachtel. Ich weiß, du bist immer beschäftigt, immer am Laufen und Laufen.“

 

Viktor Sergejewitsch folgte ihm, indem er schwerfällig über die Schwelle stieg und eine große Tasche auf den Boden abstellte.

„Eine Kiste, Anya, eine Kiste“, murmelte er. „Willst du sie etwa einen Monat lang ernähren? Ich habe diese Last getragen, als wäre sie aus Beton.“

Anna Pawlowna öffnete methodisch ihre Schuhe und warf ihm nicht einmal einen Blick zu.

„Du hast es immer schwer mit deiner Familie. Aber für deine Werkstatt würdest du einen Berg Gold mitbringen – und kein Wort darüber verlieren.“

Sie umarmte Marina, nickte ihrem Schwiegersohn zu und ging weiter, wobei sie einen starken Parfümduft hinterließ.

Viktor Sergejewitsch ging in die Küche und stellte seine Tasche geräuschvoll ab.

— Haben Sie vielleicht Tee? Ich bin unterwegs total ausgetrocknet.

 

„Nach deinen Fahrmanövern wird der Wagen nicht nur trocken sein“, ertönte es aus dem Flur. „Du fährst ja wie bei einer Rallye.“

„Wollen Sie etwa, dass ich mich wie eine Schildkröte vorwärts schleppe?“, fuhr er mich an. „Sie sagen mir ständig: ‚Langsamer fahren!‘, ‚Schau!‘, ‚Zeichen!‘ Ich fahre schon länger Auto, als Sie leben!“

Marina und Artjom tauschten Blicke. Alles lief nach Plan.

Der Abend verging. Am Tisch versuchten sie, über andere Dinge zu reden – Filme, das Wetter, die Arbeit. Doch jedes Gespräch artete sofort in Sticheleien aus.

„Heutzutage zeigen sie nur noch inhaltslose Sachen“, argumentierte Anna Pawlowna. „Früher waren Kinos etwas, das Herz berührte.“

„Und Sie schauen sich den ganzen Tag Ihre Fernsehserien an“, schnaubte Viktor Sergejewitsch. „Das ist doch nichts als Hysterie.“

„Ich beobachte das Leben! Und dann schaltest du die Nachrichten ein – und wälzt dich die ganze Nacht im Bett herum!“

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