Meine Schwiegermutter hat mich vor meinem Mann geschlagen.

Zuvor war Natascha wütend auf Wolodja geworden – er stand wieder mit gleichgültigem Gesichtsausdruck vor ihr. Die Suppe, von der er gerade etwas über die Arbeit erzählte, war ihr versehentlich auf den Boden gefallen.

„Und jetzt räum das alles selbst auf!“, schrie Natasha mit erstickter Stimme.

In diesem Moment schlug Irina Viktorovna ihre Schwiegertochter mit aller Kraft.

Als Wolodja den Gesichtsausdruck seiner Frau nach dem Schlag sah, lachte er plötzlich laut auf und wandte sich an seine Mutter:

– Mama, du bist einfach eine Heldin! Schau sie dir nur an! Das ist ja wie in einer Komödie! Natasha, du siehst aus wie ein verängstigtes Huhn, das vom Stock gejagt wurde!

– Na, da würdest du ja weinen! Wie ein kleines Mädchen! – rief Wolodja ihr nach und griff nach der Fernbedienung.

Er rührte sich nicht einmal, um sie aufzuhalten oder zu fragen, was passiert war – es war ihm egal.

„Wenn er zurückkommt, soll er die Suppe aufräumen“, sagte er.

„Mama, geh unter keinen Umständen in die Nähe dieser Pfütze! Lass Natasha das selbst regeln.“

– Du hast recht, mein Sohn, – antwortete Irina Viktorovna.

Sie ist noch jung, zu beeinflussbar… Diese junge Dame war schon immer wohlhabend . Lass sie ihr Leben genießen, sesshaft werden – sie wird keine Wahl haben. Und hörst du mich: Lass dich nicht mehr von ihr verletzen! Verstanden? Es braucht einen Anführer in der Familie – einen Mann!

Eine Stunde später kehrte Natasha tatsächlich zurück. Sie war ruhig und gefasst.

Und am nächsten Morgen erlebten Wolodja und seine Mutter eine unerwartete Überraschung.

Wolodja verschlief wie üblich, streckte sich und ging in die Küche, voller Vorfreude auf eine Tasse Kaffee und etwas Leckeres. Doch kaum hatte er die Augen geöffnet, bemerkte er, dass das Wohnzimmer leer war.

– Mama! Was, willst du etwa die Möbel umstellen? Wo ist meine Uhr? Wo ist mein Laptop? Und wo ist überhaupt Natasha?

– Welche Uhr, mein Junge? Was ist los?

— Die Uhr auf dem Nachttisch ist weg! Kein Laptop! Nicht mal ein Handy!

– Mama, ich verstehe gar nichts! Wo sind denn all meine Sachen hin?!“, schrie Wolodja und geriet schon in Panik.

„Vielleicht wurden wir entlassen?“, fragte Irina Viktorovna erbleicht. „Wie können wir noch am Leben sein?!“

Sie dachte gar nicht daran, dass Natasha allein gegangen sein könnte. Sie dachte eher, ihre Schwiegertochter sei vielleicht kurz weg, um Brot zu holen oder den Müll rauszubringen. Sie fanden einen ordentlich auf dem Küchentisch unter einer Blumenvase liegenden Zettel.

Volodya las laut vor:

„Ich habe euch beide lange genug ertragen, aber ich bin weder eine Sklavin noch ein Spielzeug, das man schlagen kann. Was ich genommen habe, ist die Quittung für alles, was ihr mir angetan habt. Ich werde nicht mehr mit dir zusammenleben, Vova. Du hast dich völlig verändert, seit du bei deiner Mutter wohnst. Such mich nicht – ich werde selbst die Scheidung einreichen. Natasha.“

Nachdem er mit dem Lesen fertig war, blickte Wolodja seine Mutter verwirrt an.

– Was für eine Schurkin! Sie hat alles mitgenommen! Sie hat es einfach gestohlen, verstehst du?!

Wolodja eilte zur Tür:

– Ich bringe sie zurück! Ich werde ihr zeigen, wem hier das Sagen hat! Damit sie es sich merkt!

Natasha war unterdessen bereits bei ihrer Mutter. Sie sagte:

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