Es klang süß… es klang aufrichtig…
aber irgendetwas in mir war schon seit Monaten unruhig.
Eines Tages beschloss ich, Jun anzurufen.
„Mein Sohn, stimmt etwas nicht? Warum habe ich nichts von dem erhalten, was du mir geschickt hast?“
Er erstarrte.
„Was heißt hier ‚nichts‘? Mama, ich zahle es doch jeden Monat ein! Die Bank ruft mich sogar an, um das zu bestätigen! Bitte überprüfe das noch einmal.“
Ich hatte das Gefühl, als würde mir das Blut aus den Adern fließen.
Wenn er das Geld schickte… wer nahm es dann entgegen?
Am nächsten Tag ging ich zur Bank und bat um einen Kontoauszug.
Der Angestellte prüfte ihn und sagte leise:
„Oma, das Geld kommt zwar jeden Monat an… aber dann wird es am Geldautomaten abgehoben.“
Meine Beine wurden ganz schwach. Ich weiß nicht einmal, wie man einen Geldautomaten benutzt.
Ich bat darum, die Aufnahmen der Überwachungskamera sehen zu dürfen.
Als sie das Video abspielten… hatte ich das Gefühl, mir sei das Herz in die Hose gerutscht.
Die Person, die das Geld abgehoben hat…
war meine Schwiegertochter.
So ruhig… und zog Stapel von Geldscheinen hervor… als wären sie ihre eigenen.
Ich habe alles ausgedruckt:
Screenshots, Videos, Kontoauszüge.
An diesem Abend rief ich meinen Sohn und meine Schwiegertochter an den Tisch.
Ich legte die Papiere vor sie hin.
„Das ist das Geld, das Jun mir geschickt hat…
ein ganzes Jahr lang.
Aber ich habe keinen Cent erhalten.
Schaut her… hier ist der Beweis.“
Mein ältester Sohn öffnete den Ordner.
Als er das Bild seiner Frau auf dem Bildschirm sah, wurde er kreidebleich.